Gedicht

Alfred Formey: Kein Meer von Kerzen

Kein Meer von Kerzen,
Kein Strahlenkranz
Füllt müde Herzen
Mit Leuchten ganz;
Das thut alleine
Mit himmlischem Scheine
Der wunderbare Frühlingsglanz.

Kein Meer von Düften,
Kein Balsamrauch
Dringt zu den Grüften
Der Seele auch:
Das thut alleine
Mit himmlischer Reine
Der wunderbare Frühlingshauch.

Doch, Herz, was sollen
Nur Duft und Schein?
Zum Glück, zum vollen,
Muß Eins noch sein!
Schon kommt’s gezogen
Auf himmlischen Wogen: —
Der Geist, durch den der Friede Dein!

– Alfred Formey –

Der Text ist Gemeinfrei.

Quelle: Alfred Formey: Nach Hause! Gedichte, Druck und Verlag von Gottlieb Gistel & Tie., Wien – 1875, S. 60

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