Am Anfang war das Wort

Heinrich Heine: Wie die Nelken duftig athmen

Wie die Nelken duftig athmen!
Wie die Sterne, ein Gewimmel
Goldner Bienen, ängstlich schimmern
An dem veilchenblauen Himmel!

Aus dem Dunkel der Kastanien
Glänzt das Landhaus, weiß und lüstern,
Und ich hör’ die Glasthür klirren
Und die liebe Stimme flüstern.

Holdes Zittern, süßes Beben,
Furchtsam zärtliches Umschlingen –
Und die jungen Rosen lauschen,

Und die Nachtigallen singen.

– Heinrich Heine –

Quelle: Heinrich Heine: Neue Gedichte, Hoffmann und Campe, Hamburg – 1844, S. 34

Dieser Text ist Gemeinfrei.

> siehe auch Grafik (): Nelken  

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