Am Anfang war das Wort

Max Dauthendey: Die Amsel

Da die Nacht mit Laternen noch draußen stand,
Der Schlaf
und der Träume glitzender Fächer
Um Haus
und Himmel ausgespannt,
Da sang an mein Bett weit über die Dächer
,
Da sang vor der Stund‘, eh‘ mit bläulicher
Hand
Der Morgen sich unter den Sternen durchfand,
Eine Amsel aus Finster und Fernen.

Eh‘ noch den Laternen das Licht verflackt,
Hat schon die
Amsel die Sehnsucht gepackt.
Sie sang von Inbrunst aufgeweckt
Mit dem Herz, das ihr heiß in der Kehle steckt.
Sie sang von Lieb‘
, die sich aufgemacht
Und durch die schlafenden Mauern lacht.

Max Dauthendey

Der Text ist Gemeinfrei.

Siehe auch (): Amseln

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