Lexikoneintrag

Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart: Dirk van der Aa

geb. im Haag 1731, wurde 1755 Schüler der dortigen Akad. und lernte bei Johann Heinrich Keller und bei dem Kutschenmaler Gerrit Mes, mit dem er sich später assoziierte. Aus ihrer Werkstatt gingen künstlerische Arbeiten hervor, da van der Aa geschmackvolle Komposition mit sicherer Zeichnung vereinte; namentlich seine Kindergruppen zeigen, daß er nicht ohne Erfolg seine großen französ. Zeitgenossen studiert hat. Auch malte er Kaminstücke, Tapeten usw. Ein von ihm vorzüglich gemaltes Zimmer befindet sich im Hause des Barons van Heeckeren van Kell, Voorhout, Haag. Sein Entwurf der Ehrenpforte, 9.11.1768 im Haag errichtet bei dem Einzug Wilhelms V., ist im Amsterdamer Kupferstichkabinett (S. Fokke sc.), wie auch einige Zeichnungen. Bis zu seinem 23.2.1809 im Haag erfolgten Tode war er Mitregent der Stiftung Renswoude. Daselbst wurde 27.7.1809 sein künstlerischer Nachlaß versteigert. Abr. Delfos hat zwei seiner Kompositionen gestochen. Schüler von ihm waren sein Neffe Jacob van der Aa, Evert Morel, Louis Moritz und der Glasradierer Wolff.

v. Eynden u. v. d. Willigen II 211 bis 213. – Obreens Archief IV 141. B. W. Moes.

Dieser Text ist Gemeinfrei.

Quelle: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 1. Aa – Antonio de Miraguel, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig – 1907, S. 1

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