Lexikoneintrag

Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart: Hillebrand van der Aa

geb. in Leiden 1659/60, Sohn des Boudewyn Pietersz. Und Bruder der Verleger Pieter und Boudewyn van der Aa, war anfangs wie sein Vater Bildhauer. 15.5.1683 heiratete er Maria Bodde und 23.6.1684 Catharina Oessinger. 16.7.1898 schrieb er sich als „Caelator“ in die Matrikel der Leidener Universität, als er aber 1706 „Hoofdman“ der dortigen Gilde war, wurde er „plaatsnijder“ genannt. 1722 schickte die Waisenkammer in Batavia einen Wechsel von 60 Gld. 3St. als Betrag seines Nachlasses. Er hinterließ 3 Kinder, von welchen der 1688/89 in Leiden geborene Balduinus Pfarrer der lutherischen Gemeinde in Leiden wurde. Somit war er der Stammvater der noch jetzt in wissenschaftlicher Hinsicht rühmlich bekannten Familien van der Aa. Als Kupferstecher Hillebrand wohl fast ausschließlich für den Verlag seiner Brüder gearbeitet. Mehrere seiner recht mittelmäßigen Leistungen, meistens nicht signiert, sind in Meyers Kstlerlex. genannt.

Mitt. Von Dr. J. C. Overvoorde, Archivar von Leiden. – Meyer, Kstlerlex. B. W. Moes.

Aa, Hillebrand van der, kam 28.9.1707 in die Gilde zu Leiden, nachdem er seine Lehrjahre im Buchhandel durchgemacht hatte. Wahrscheinlich war er der H. van der Aa, nach dem J. van Aveele 1724 den Titel zu einer Ausgabe des Cicero gestochen hat. Er ist gestorben vor dem 4.1.1742, wo seine Witwe requestrierte.

E. W. Moes.

Dieser Text ist Gemeinfrei.

Quelle: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 1. Aa – Antonio de Miraguel, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig – 1907, S. 1

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