Lexikoneintrag

Hamburgisches Künstler-Lexicon: Ernst August Abel

Abel (Ernst August)

Bildnissmaler in Oel, Pastell, Miniatur und Crayon, wurde in Zerbst geboren und war ein Schüler von Ludolf la Fontaine. Nachdem er einige Jahre bei seinem Bruder, einem berühmten Virtuosen in London zugebracht, besuchte er Paris, die Niederlande und einen Theil von Deutschland und liess sich endlich unter dem Schutz des Domcapitels in Hamburg nieder. Im Jahre 1778 unternahm er eine Reise durch Westphalen nach dem Rhein, arbeitete mit Beifall in Cöln, Frankfurt und am Hofe des Landgrafen von Hessen-Homburg. Beinahe 60 Jahr alt heirathete er in Darmstadt und zog dann mit seiner noch ziemlich jungen Frau wieder nach Hamburg, wo er im Jahre 1782 noch lebte und Kunsthandel trieb. Seine Hauptstärke bestand im wohlgerathenen Miniaturportraits; jedoch findet man auch Arbeiten von seiner Hand in einer leichten Manier mit Wasserfarben auf Papier angelegt und mit schwarzer Kreide schattirt. C. G. Geyser hat nach ihm radirt. Ein von ihm selbst radirtes, satyrisches Blatt: der Aufzug einer Hamburgischen Bürgerwache machte seiner Zeit viel Aufsehen. Er hat sich auch mitunter E. A. d’Abelle geschrieben und soll einen Bruder, gleichfalls Maler, mit dem Vornamen E. H. gehabt haben, nach dem J. C. G. Fritzsch das Bildniss des ehemaligen Strassburger Schöffen Beck und 1777 dasjenige des Schullehrers und Dichters J. H. Röding gestochen. Von diesem letztern, mit dem Vornamen E. H. und d’Abel, besitzt auch Herr Archivarius Lappenberg das Bildniss seines Grossvaters, des Predigers Lappenberg in Bremen 1783.

Füssli 1806, 2r Th., 2r Abschn., S. 2; Meusels art. Misc. 13. Heft, S. 39

Dieser Text ist Gemeinfrei.

Quelle: Hamburgisches Künstler-Lexicon. Bearbeitet von einem Ausschusse des Vereins für Hamburgische Geschichte. Erster Band: Die bildenden Künstler, Schnellpressendruck von Pontt & von Döhren, Hamburg – 1854, S. 1 f.

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